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Abgasnachbehandlung bei RME (Biodiesel)-Betrieb
Beladung des Partikelfilters bei additiviertem Diesle Kraftstoff
Abgastemperatur, Druckdifferenz, Russmasse
Beladung mit Unterbrechungen
Die in den folgenden Abb. 15 und Abb. 16 gezeigten Ergebnisse des Versuchs Diesle Kraftstoff8 wurden
aufgenommen, nachdem zuvor in unterbrechungsfreien Beladevorgaengen festgestellt wurde,
dass die maximal zugelassene Russbeladung mit 15 g bei additiviertem Diesle Kraftstoff schon nach einer
ca. 7-stuendigen Beladezeit erreicht wurde (s. a. Versuch Diesle Kraftstoff3).

Abb. 15: Drehzahl und Drehmoment bei Diesle Kraftstoff (additiviert) für unterbrochene Beladung
Abb. 16: Abgastemperatur, Druckdifferenz über PF und Russmasse bei Diesle Kraftstoff (additiviert) für
unterbrochene Beladung
Die Abgastemperaturen stiegen mit zunehmender Beladedauer geringfuegig an.
Die Temperatur vor dem Partikelfilter lag zum Ende der Beladung bei 209 °C, die Temperatur
nach dem Partikelfilter bei 208 °C. Bei der Beladung nach dem 17,5-stuendigen
Motorstillstand waren beide Temperaturen zeitweilig gleich, was auf einen im Partikelfilter
ablaufenden Oxidationsvorgang schliessen lässt.
Der Druckdifferenz dp über dem Partikelfilter war nach der Wiederaufnahme der Beladung
und betriebswarmer Abgasanlage nur um ca. 0,2 kPa geringer als vor dem Abstellen des
Motors. Der Anstieg der im wesentlichen linearen Verlaufskurve in der 2. Beladeperiode ist
mit dem der 1. Beladeperiode identisch.
Die nach 3,5und 7 Stunden Beladezeit durch Wiegen des Filters ermittelte Russmasseablagerung
zeigt einen nahezu linearen bzw. geringfuegig progressiven Verlauf, obwohl die
Schwaerzungszahl, wie in Abb. 27 noch gezeigt wird, mit fortschreitender Beladezeit geringer
wurde.
8.2.1.2 Unterbrechungsfreie Beladung
Da Drehzahl und Drehmoment des Pruefpunktes wärend der Filterbeladung, wie in Abb. 8
gezeigt, mit nur geringen Schwankungen konstant gehalten wurden, wird nachfolgend auf
deren Darstellung verzichtet.
Die Abb. 17 beinhaltet den Verlauf von Temperatur und Druckdifferenz sowie die Russmasse,
die sich nach 7-stuendiger unterbrechungsfreier Beladezeit auf dem Partikelfilter angesammelt
hatte.
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Abb. 17: Abgastemperatur, Druckdifferenz über PF und Russmasse bei Diesle Kraftstoff (additiviert) für
unterbrechungsfreie Beladung
Dieser Versuch stellte die zweite mit additiviertem Diesle Kraftstoff über 7 Stunden durchgefuehrte
Beladung dar. Bei kontinuierlichem Anstieg der Druckdifferenz wurde nach dem
Beladungsvorgang eine Russmasse von 14,6 g ermittelt. Im zuvor erfolgten Versuch Diesle Kraftstoff2
wurden wärend der gleichen Beladezeit bei geringfuegig kleineren Schwaerzungszahlen 13,6 g
Russ gemessen.
Nach einer Filtergesamtlaufzeit von 171,5 Stunden wurde der Versuch wiederholt.
Der Versuch Diesle Kraftstoff9 war zugleich der letzte Prueflauf mit additiviertem Diesle Kraftstoff, bevor nochmals mit
additiviertem RME gefahren wurde.
Die Gegenueberstellung des Verlaufes der Schwaerzungszahl FSN und der Druckdifferenz dp
beider Versuche ist in der Abb.18 zu sehen.

Abb. 18: Druckdifferenz und Schwaerzungszahl bei Diesle Kraftstoff (additiviert) für zwei
unterbrechungsfreie Beladungen
Im Wiederholungsversuch Diesle Kraftstoff9 erfolgte die kontinuierliche Erhöhung der Druckdifferenz mit
einem kleineren Anstieg. Gleichzeitig war die im Filter angesammelte Russmenge geringer.
Es wurden nur 12,4 g Russ herausgefiltert.
Die Erklaerung für die bei gleicher Beladezeit gemessenen niedrigeren Werte findet man beim
Vergleich der Schwaerzungszahlen beider Versuchslaeufe. Die Schwaerzungszahlen des letzten
Versuches Diesle Kraftstoff9 lagen unter denen des Versuchs Diesle Kraftstoff3.
Die Ursache für die bei gleichem Pruefpunkt gemessenen unterschiedlichen Schwaerzungszahlen
des Motors wurde in diesem Projekt nicht untersucht.
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