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Abgasnachbehandlung bei RME (Biodiesel)-Betrieb

Regeneration des Partikelfilters

Regeneration bei additiviertem RME

Die Abb. 31 und Abb. 32 zeigen die diskontinuierliche Regeneration des Filters im Anschluss an die mehrfach unterbrochene Beladung, Versuch RME1 und an die unterbrechungsfreie Beladung, Versuch RME3 im stationaeren Betriebspunkt (n = 1790 1/min, Md = 39 Nm).

Abgastemperatur und Druckdifferenz über PF während der Regeneration bei RME (additiviert) nach mehrfach unterbrochener Beladun

Abb. 31: Abgastemperatur und Druckdifferenz über PF wärend der Regeneration bei RME (additiviert) nach mehrfach unterbrochener Beladung

Abgastemperatur und Druckdifferenz über PF während der Regeneration bei RME (additiviert) nach unterbrechungsfreier Beladung

Abb. 32: Abgastemperatur und Druckdifferenz über PF wärend der Regeneration bei RME (additiviert) nach unterbrechungsfreier Beladung

Der Regenerationsvorgang wurde mit dem Einsetzen der Nacheinspritzung ausgeloest. Die Abgastemperaturen stiegen sofort an. Innerhalb von 470 s wurde die Temperatur vor dem Filter von 204 °C auf 500 °C erhöht. Gleichzeitig erhöhte sich mit dem groesseren Volumenstrom auch die Druckdifferenz dp über dem Partikelfilter. Nach etwa 200 s verringerte sich die Druckdifferenz, was auf die beginnende Russoxidation hinweist. Nach weiteren 300 s erreichte die Druckdifferenz wärend der Nacheinspritzung einen konstanten Wert, der sich erst nach dem Abschalten der Nacheinspritzung und allmaehlicher Abkuehlung des Nachbehandlungssystems weiter verringerte. Nach insgesamt etwa 500 s war somit die Regeneration des Filters abgeschlossen, was daran erkennbar ist, dass keine weitere Verringerung der Druckdifferenz wärend der Nacheinspritzdauer auftrat. Die Nacheinspritzdauer wurde auf Hinweis der Volkswagen AG nach dem Regenerationsversuch RME1 für alle weiteren Regenerationen trotzdem auf ca. 15 min erhöht. Nach dem Abschalten der Nacheinspritzung, d. h. zu Beginn des Belademodus, erfolgte trotz starken Absinkens der Abgastemperatur vor dem ATL und vor dem motornahen Oxi-Kat die Erhöhung der Temperatur vor dem Oxi-Kat (PF) und vor dem Partikelfilter. Offenbar bewirkte der höhere Sauerstoffanteil im Abgas nach Beendigung der Nacheinspritzung in beiden Oxi-Kat den erneuten Ablauf exothermer Vorgaenge (Oxidation von CO und HC).
Gleichzeitig stieg die Druckdifferenz über dem Filter um 0,2 bis 0,3 kPa an. Dieser Anstieg wurde augenscheinlich durch den bei angestiegener Abgastemperatur erhoehten Abgasvolumenstrom bewirkt. Mit sinkender Abgastemperatur fiel die Druckdifferenz innerhalb von etwa 10 min bis auf den nach der Regeneration jeweils niedrigsten Wert. Dieser Wert ist zugleich ein Mass für die Vollstaendigkeit des jeweiligen Regenerationsvorgangs.
Da wärend der langen Nacheinspritzdauer der Russ im Partikelfilter offenbar schon weitestgehend oxidiert wurde, konnte trotz des höheren Sauerstoffanteils im Abgas nach Beendigung der Nacheinspritzung nur andeutungsweise festgestellt werden, dass die Temperatur nach dem Partikelfilter T_n_PF durch plötzlich einsetzende Russoxidation sprunghaft ansteigt. Der allmaehliche Anstieg ist auf die Abgaserwaermung vor dem Partikelfilter zurueckzufuehren, die mit zeitlicher Verzoegerung auch nach dem Filter bemerkbar ist. Die Beladung des Filters wurde im Anschluss an die Regeneration über eine Zeitdauer von 15 bis 20 Minuten durchgefuehrt, bis die Abgastemperatur vor dem Partikelfilter T_v_PF nahezu bis auf den Beharrungswert abgekühlt war. Die Druckdifferenz über dem Partikelfilter wurde bei Abschluss aller mit Teillast (n = 1790 1/min, Md = 39 Nm) durchgefuehrten Regenerationsversuche auf Werte um 0,70 bis 0,75 kPa verringert (s. a. Abb.38).
Da für die Regenerationsversuche das Applikationssteuergeraet zum Einsatz kam, traten mehrfach, wie z. B. in den Abb. 31 und Abb. 32 ersichtlich, steuergeraetebedingte Motoraussetzer auf, worauf im Punkt 7 bereits hingewiesen wurde. Die Aussetzer, bei denen der Motor nach ploetzlicher Drehzahlabsenkung den zuvor gefahrenen Betriebspunkt selbstaendig wieder erreichte, sind an der kurzzeitigen Absenkung insbesondere der Abgastemperaturen T_v_ATL und T_v_OK erkennbar.

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